Ausgangssituation
Für die geplante Umnutzung eines bestehenden Supermarktgebäudes wurde eine verlässliche und detaillierte Bestandsgrundlage benötigt. Neben der Architektur sollten insbesondere die sichtbaren technischen Anlagen präzise erfasst werden, um eine fundierte Basis für die weitere Planung zu schaffen. Vorhandene Planunterlagen waren hierfür nicht ausreichend oder nicht mehr aktuell.
Lösung
Scala X führte eine umfassende digitale Bestandsaufnahme mittels Laserscanning und Mobile Mapping durch. Alle zugänglichen Innenbereiche sowie die Außenflächen rund um das Gebäude wurden erfasst. Die Messstrategie wurde vorab definiert, um Abschattungen durch Einbauten und Maschinen gezielt zu minimieren.
Auf Grundlage der erzeugten colorierten Punktwolke erfolgte die Nachmodellierung der Architektur sowie der sichtbaren Technischen Gebäudeausrüstung als BIM-Modell in LOD 300. Die Bereitstellung der Daten erfolgte sowohl im nativen Revit-Format (Version 2025) als auch im offenen IFC-4-Standard.
Ergebnis
Das Projekt resultierte in einer vollständigen digitalen Abbildung des Gebäudebestands. Die erstellte Punktwolke wurde auf der Plattform IVION bereitgestellt und ermöglichte allen Projektbeteiligten einen transparenten Zugriff auf die Bestandsdaten. Auf dieser Grundlage standen präzise BIM-Modelle der Architektur und der Technischen Gebäudeausrüstung zur Verfügung, aus denen sämtliche erforderlichen Pläne abgeleitet wurden. Ergänzend erfolgte eine Flächenermittlung auf Basis der BIM-Modelle gemäß DIN 277, die je Geschoss plan- und listenbasiert ausgegeben wurde. Damit lag eine konsistente, strukturierte und unmittelbar weiterverwendbare Datengrundlage für die folgenden Planungsphasen vor.
Mehrwert
Durch die Kombination aus präziser Bestandsaufnahme und BIM-basierter Modellierung konnte eine hohe Planungssicherheit für die Umnutzung des Gebäudes geschaffen werden. Die digitalen Bestandsdaten reduzierten Unsicherheiten im Planungsprozess und ermöglichten eine effiziente Weiterverarbeitung in offenen sowie nativen Datenformaten. Gleichzeitig sorgte die zentrale Bereitstellung der Daten für Transparenz und eine verbesserte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Insgesamt wurde so eine belastbare Grundlage geschaffen, um Umbau- und Umnutzungsmaßnahmen effizient, nachvollziehbar und risikoarm umzusetzen.